Geschichte

der Gemeinnützigen Gesellschaft des Bezirkes Pfäffikon

Die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft wurde im Jahr 1810 als lange Zeit wichtigste soziale und sozialpolitische Organisation unseres Landes gegründet.

Gründung im Jahr 1836

Am 23. Mai 1836 fand die Gründungsversammlung der Gemeinnützigen Gesellschaft des Bezirkes Pfäffikon (GGBP) statt. In einem späteren Zeitpunkt wurde das politische Engagement der GGBP aus dem Zweckartikel in den Statuten gestrichen. Ein paar Jahre nach der Gründung, bereits im Jahr 1842, wurden die ersten Stipendien vergeben, 1850 erfolgte die Einrichtung von Schulsparkassen und 1865 wurden die ersten Jugendbibliotheken gegründet. Der Grundstein zum heutigen Rettungswesen wurde 1873 mit der Anschaffung des ersten Krankentransportwagens gelegt. Erst im Jahr 1983 wurde der Krankentransport an das damalige Kreisspital Pfäffikon übertragen mit gleichzeitiger Schenkung des damaligen Krankenautos und dem dazugehörenden Erneuerungsfonds.

Schaffung von Ortssektionen

1891 erliess die Bezirksgesellschaft die Empfehlung, Ortssektionen zu gründen. Dieser Aufforderung wurde in den folgenden Jahren sukzessive Folge geleistet. 2010 konnte mit der Gründung der Ortssektion Kyburg die letzte Bezirksgemeinde in den Kreis der Gemeinnützigen aufgenommen werden. Die auf anfangs 2015 und 2016 erfolgten Eingemeindungen von Sternenberg in Bauma und von Kyburg in die Stadt Illnau-Effretikon hatte zur Folge, dass diese beiden Ortssektionen per Ende 2014 und 2015 aufgelöst und in die beiden Ortssektionen Bauma und Illnau-Effretikon integriert wurden. Der Bezirk Pfäffikon ist in Bezug auf die föderalistische Organisation mit Ortssektionen und einer Bezirksgesellschaft ein Unikum in der Schweiz. Es gibt sonst nebst der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft nur kantonale, regionale und städtische Gemeinnützige Gesellschaften.

Vom Pestalozziheim zur Stiftung Buechweid

Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der GGBP war 1898 die Gründung des Pestalozzifonds zur Fürsorge der geistig und körperlich schwachen Kinder im Bezirk. Bereits 1900 konnte in Pfäffikon eine Liegenschaft gekauft werden, um ein Heim eröffnen zu können. Die dauerende Überbelegung macht 1928 einen Anbau nötig. Der Staat übernahm bereits damals die Defizitgarantie. 1967 erfolgte der Landkauf in der Buechweid in Russikon. 1975 wurde das neue Pestalozziheim fertig gestellt. Im Jahr 2004 wurden die ersten Schritte für eine Verselbstständigung des Heimes in die Wege geleitet. 2005 wurde die „Stiftung Buechweid“ gegründet und 2006 erfolgte schliesslich die Unterzeichnung der kostenlosen Übertragung der gesamten Liegenschaften in die neue Stiftung.

Durchführung und Aufhebung von Ferienkolonien

1907 wurde eine Kur-Kolonie geschaffen, um kränklichen Kindern einen Kuraufenthalt in der stärkenden Luft der Berge zu ermöglichen. Über Jahrzehnte fanden sich Erwachsene, es handelte sich grösstenteils um Lehrpersonen, welche bereit waren, dies weiterzuführen. In den neunziger Jahren zeigte sich bei den Teilnehmenden wie auch bei den Leiterinnen und Leitern eine Abnahme des Interessens, worauf die zuständige Kommission die Sistierung der Tätigkeiten für vorerst fünf Jahre beantragte. Nach Ablauf dieser Frist zeigte es sich, dass genügend andere Angebote bestehen, worauf die inzwischen umbenannte Ferienkoloniekommission 2006 ersatzlos aufgehoben wurde.

„Ersparniskasse des Bezirkes Pfäffikon“ wird Teil der Clientis Zürcher Regionalbank

1941 mussten die Statuten aufgrund des damaligen Bankengesetzes aus dem Jahr 1934 geändert werden. Das als „Ersparniskasse des Bezirkes Pfäffikon“ gegründete Geldinstitut war 1861 in die Gemeinnützige Gesellschaft eingeordnet und seither von ihr auch geführt worden. Neu musste ein separater Rechtsträger geschaffen werden. Mi einer Beitrittserklärung konnten die Mitglieder der GGBP auch Genossenschafter der Bank werden. Nach wie vor erhält die GGBP jedes Jahr einen grosszügigen Unterstützungsbeitrag aus dem Reingewinn der Bank. Heute heisst „unsere Bank“ Clientis Zürcher Regionalbank mit Sitz in Wetzikon.

Unterstützung der Bibliotheken

Mit der Schaffung einer Bibliotheks-Kommission bekundete die GGBP im Jahr 1960 ihr Bestreben, mit der Zeit zu gehen und neue Aufgaben zu erkennen. Das trug ganz wesentlich zu einem erfreulichen Aufschwung der Bibliotheken im ganzen Bezirk bei. Aufgrund von Änderungen im Bibliothekswesen wurde die Bibliothekskommission im Jahr 2012 aufgehoben. Weil die GGBP von der hohen Bedeutung der Bibliotheken nach wie vor überzeugt ist, werden diese weiterhin mit jährlichen Beiträgen unterstützt.

Neuausrichtung der GGBP mit Leitbild und neuem Erscheinungsbild

Die Generalversammlung 2015 stimmte den Anträgen des Vorstandes für die Durchführung eines Projektes Neuausrichtung der GGBP sowie die erstmalige Ausschreibung und Vergabe des Bravo-Preises zur Förderung der Freiwilligenarbeit im Bezirk Pfäffikon zu. An der Generalversammlung 2016 stellte der Vorstand das unter Einbezug der Ortssektionen erarbeitete Leitbild sowie ein neues, modernes Erscheinungsbild und eine neue attraktive und bediender-freundliche Website vor. Im Anschluss an die Generalversammlung konnten sich die drei Gewinner des Bravo-Preises selber präsentieren. In einer geheimen Abstimmung entschied die Generalversammlung wer den 1., den 2. und den 3. Preis überreicht erhielt.

Downloads

AnhangGröße
PDF icon Jubiläumsschrift "175 Jahre GGBP" (2011)1.7 MB
PDF icon Festschrift "150 Jahre GGBP" (1986)5.47 MB
PDF icon Festschrift "100 Jahre GGBP" (1936)14.86 MB
PDF icon Festschrift "50 Jahre GGBP" (1886)3.58 MB

Ortssektionen

GGBP Ortssektionen